October 2, 2009

Echo Valley, 5. September, II

" ... Uns umgibt Mondlandschaft. Die Findlinge und Brocken werfen dunkle Schatten auch in der Nacht. Es scheint, als hätten Riesenkinder auf dem Plateau mit Kieselsteinen gespielt, wären plötzlich aufgesprungen und hätten alles stehen und liegen gelassen. Adam und ich haben uns ein Haus in Echo Valley gebaut. Nach dem Ankommen haben wir anstatt sofort aufzubauen auf den Mondaufgang gewartet. Ein Augenblick zum Luftanhalten. Die Spannung stieg und mit all der Kulisse war es ein atemberaubendes Kinotheater draussen in der Natur.

Uns ist das Gas ausgegangen. Viel zu früh. Aber nicht umsonst bin ich mit einem ehemaligen Pfadfinderjungen unterwegs! Adam hat uns ein Feuerchen angezündet und das Abendessen war schneller gekocht, als unser Gasöfchen es je gekonnt hätte. Hier draussen in der Wildnis ist an Nachschub nicht zu denken. Ich hab keine Sorge, alles funktioniert irgendwie, wir improvisieren. Stattdessen stelle ich mir vor, der Mond wäre ein grosser runder weisser Käse und jemand schubst ihn vom Himmel - so - dass er auf der Bergkette gegenüber entlangrollt und von dannen hüpft. Und dann sitzen wir bei Feuerschein und das einzige, was ich vielleicht vermisse, ist eine Gitarre und Noten, damit ich singen kann. ..."

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