January 31, 2010

spaziergang berlin sonntag


stecke die nase vor die tuer. alles ist eingeschneit. ich fuehle mich grau und stelle die kamera auf schwarz-weiss. es gibt hier keinen horizont. wie in jeder stadt. der schnee blendet mich. kneife die augen. sehnen aufs land, wo doerfer klein und felder weit sind. kein zug faehrt vorbei, der mich davontragen koennte. meine schritte klingen schwer, weil mein wintermantel so dick ist. der park ist beinahe leer, der huegel frei. wo sind die kinder? rodeln sie im wii? dort liegt ein kind im schnee und zeichnet mit seinem koerper einen engel. so ein bunter fleck, dieser schneeanzug. wahrlich, das ist ein winter.

 

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