February 1, 2009

"Und tschüss",

hüpft es mir von den Lippen, als der letzte Streifen Sonne hinten am Horizont verschwindet. Jemand klatscht am Strand. Der junge Chinese unterbricht sein Tai-Chi für einen kurzen Augenblick. Mich friert. Kein Abschiedsschmerz. Ich scheiss auf Romantik. Die Sonne kommt schon morgen wieder. Mein Buch ist dagegen furchtbar spannend, aber die Kälte treibt mich heim. It is winter after all. Here, in Northern California. Ich hätte mich wirklich pragmatischer kleiden können.










Ich klopfe mich sandfrei. Frost schüttelt mich, meine Zähne klappern auf ihre beeindruckende Weise. Meine Zehen fühlen sich so an, als würden sie noch heute ins Land der ewig glücklichen Elephanten übergehen. Na dann, frohe Reise. Aber vorher, vorher tragt ihr mich noch heim!










Mein Knie sind steif. Der Sand fühlt sich hart, rauh und fremd an unter meinen dumpfen Gliedern. Ich schaue beim Gehen zu, wie meine Tapsen das Wasser um sich herum verdrängen. Jemand hat an diesem sonnigen Nachmittag Kunst am Strand gemacht. Ich frage mich, ob das Meer die Holzskulpturen noch heute nacht oder erst in den nächsten Tagen verschlingen wird. Das wird eine reine Geschmackssache sein. Um mich liegen tausend und eine Geschichte in den Sand geschrieben. Alles Herzensfragen. Der liebt die und sie grüsst das Meer. Wenn ich mich hier hinlegen würde. Wenn ich mich einfach hier hinlegen würde. Würdest du dich zu mir legen und die Welt vergessen?

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