
Vor mir liegen die Schätze des Südens. Nicht nur, dass ich im Heimatland eines meiner Lieblingsschriftsteller weile. Hier ist ein Land, in dem ich Äpfel und Bananen getrost links liegen lassen kann. Am Marktstand beginnt mein Herz zu klopfen. Ich streune entlang der Kisten und Körbe und meine Nase geht auf Entdeckungsjagd. Alles was fremd ist, kommt mit. Und alles, woran sich mein Gaumen spontan und leidenschaftlich erinnert, auch. Wie wärs mit ein bisschen mango para chupar? Und natürlich meine Baumtomaten!

Daheim ist meine Neugierde groß. Was hab ich da so mitgebracht? Die einheimischen Kolumbianer geben den Früchten in meiner Sammlung ihren Namen: Lulo, Pitahaya, Curuba, Grenadilla, Guayaba, Guanabana, el manguito.

Grenadilla ist die Auster des Pflanzenreiches. Man schlürft und lutscht sie aus und findet vielleicht eine Perle.
Pitahaya scheint rachsüchtig mit Montezuma verwandt. Unter Einheimischen auch bekannt als die "Handgranate". Die Kaktusfrucht schmeckt himmlisch, ist aber empfohlen nur in Maßen zu geniessen.
Der König aller Düfte haftet den Guaven an. Meine Nase weiß genau, wo sie ihren Liebhaber findet...

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