
Ein Abbild von Bogotá kann nur Ausschnitt sein. In Weite und Breite sprengt die Hauptstadt Kolumbiens den Rahmen meiner Kamera. In der Ferne sah ich die Anden, wolkenverhangen und zuweilen auch schneebedeckt. Hier leben Menschen, mehr Menschen und noch mehr Menschen. Die Einwohnerzahl kann nur eine Schaetzung sein. Man liest, hier leben sechs Millionen; man schaetzt es sind der Millionen bis zu zehn. Aber jene Stadtteile, in denen mehr Menschen auf weniger Raum leben, betritt man besser nicht.
Ein Spaziergang durch Bogotá raubt auf natuerliche Weise den Atem. Die Stadt liegt 2640m ueber dem Meeresspiegel. Oder wie die Kolumbianer sagen: hier ist man 2640 Meter naeher bei den Sternen. Nur - Naehe zu den Sternen kostet ihren Preis. Sie jagt den Puls, sie intensiviert den Herzschlag und verursacht Atemlosigkeit - beim Morgenyoga, beim Treppenstieg, beim Erklimmen eines der vielen Huegel. Die andinen Voelker kennen ein vorzuegliches Akklimatisierungsmittel. Coca. Zwischen Lippe und Zahn gestopft. Oder verfluessigt als Mate. Ich weiss mich hoch oben - physisch wie psychisch.
Oooh. Leben und Weilen in den Anden laden zum Traeumen ein. Es zieht mich nach La Paz in Bolivien. Dann bin ich in ALLEN drei Haupststaedten der Welt gewesen, die am weitesten ueber dem Meeresspiegel liegen. La Paz ist Nummer eins, Bogotá die Nummer drei. Und wer von Euch mir Nummer zwei hier als erstes verraet, bekommt eine Postkarte aus 2640 Metern ueber dem Meer. Besitos aus den Hoehen.

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