wann sind wir frei von
dieser Stille in der Nacht,
in der wir laute Sehnsucht
in unseren Armen halten
wann verlässt uns
diese Leere, die uns füllt,
weil unsere vollen Worte
weder Hände noch Zungen haben
wann erhellt sich
dieses Grau, das wir tragen,
seitdem die Sommerkleider
alle Farben mit sich zogen
wann beflügeln wir unsere Angst
und besänftigen die Schwere,
üben uns im Fliegen,
gleichwohl wir keine Vögel sind
wann entsagen wir aller bindenden Erwartung
und unserem Spiel mit der Zeit,
lernen Einsiedlern gleich,
im Hier und Jetzt, befreit, daheim zu sein

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