strandgüte
strandgüter
ich vermute, der ozean war in den letzten tagen wild
vom seeboden gerissen liegen tentakelpflanzen
wer wollte ihnen beim baden begegnen?
schrecken, wenn tentakel um füsse streifen würden
ein riesiges stück holz ruht vor der brandung
babyquallen stranden überall
ein frachter muss sein gut verloren haben
es spült obst und gemüse an land
die möwen streiten sich
um einen pfirsich
zwei neue tote vögel im sand
die alte robbe rottet weiter vor sich hin
ein stück glas, ich sammle es auf
dumpf fällt es in den abfalleimer
eine junge frau, so alt wie ich, sitzt still,
schaut aufs meer hinaus,
rechts hinter einem vertrockneten baumstamm
ich laufe vorbei, mein blick streift ihre ruhe
beim nächsten blick
hackt sie den stamm mit einem beil
immer wieder, warum schlägt sie? sie hält inne
ihr hände tasten nach tränen
dann er, er schreitet voraus und sie
läuft hinterher. die sonne geht gerade unter
der halbe strand hält den atem an
wir erkennen uns nicht mehr
unsere augen geblendet
wo rot war, schimmert ein blauer fleck
er zögert ein stück, läuft auf sie zu
sie laufen jetzt nebeneinander
nicht hand in hand
soweit ich es sehen kann
ich lese ein fragment muschelhaus auf
mit heim getragen



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