July 29, 2010

los bevor die Sonne schwindet


wieder unten am Strand, der Ozean hat Anziehungskraft auf mich. erst jetzt kann ich Details aufsaugen und bemerke die kleinen Wunder des grossen Ganzen. zuvor war ich einfach nur sprachlos ob der Weite und der Kraft der Wassermasse. ich sehe wie der Sand in der Brandung prickelt, sobald die Welle zurückfällt. ich möchte springen, jagen, tanzen. ich trage dieses grosse Lächeln auf den Lippen, unbewusst, und bin ein jedes Mal erstaunt, wie viele Menschen auf meinem Weg mich anstrahlen. ich lache laut. auch du bist hier gewesen, wir sind gemeinsam den Strand rauf und runter, als die Sonne gerade untergegangen war. wenn ich die Augen für einen Augenblick schliesse, sehe ich mich mit dem Fuss einen Vogelschweif vor die Wellenausläufe malen und du machst ein Foto davon, von mir. ich habe dich heute gesehen, mit offenen und mit geschlossenen Augen. ich laufe vor dem Wind und verstecke mich in meinem Anorak. die Ohren werden mir kalt und dumpf. die Vögel warten auf ich weiss nicht was. meine Füsse streifen durch den Sand. meine Hände graben sich tief in meine Hosentaschen. es ist schon zu spät, zu windig, zu kalt, um im Sand zu sitzen und einen Brief zu schreiben. ich trage all diese Worte in mir, all diese Worte. ich schreibe ,IM FLUSS' vor die Wassergrenze und auf meinem Rückweg sind alle Spuren längst im Fluss, auf und davon. ich springe halb den Berg hinauf, auf der Suche nach noch mehr Romantik.




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