Ich trage eine Kohlmeise zwischen meinen Fingern hinaus auf den Balkon und setze sie frei. Ich suche vergeblich mein Fahrrad am Bahnhof und verliere mich in einer Flut an Erinnerungen, die an diesem Gegenstand haften. Das Fahrrad ist weg, die Erinnerung lebt in mir. Die Sonne bastelt aus bunten Blättern Lampions. Ein Freund sitzt in einem leeren Haus im schwarzen Wald und ich denke mich zu ihm. Auf dem Flohmarkt schwärmt meine Schlenderbegleitung von einem Plattenspieler; wir träumen uns weiter. Ich hieve Kartons aus meinem Zimmer mit Dingen, die ich nicht mehr brauche. Laufe morgens am See. Die Menschen grüssen freundlich. Alle suchen Sonne. Ich brühe neuen Tee auf. Stimmt, die Begegungen der letzten Monate. Wie sehr sie berührten.
Wenn all diese Dinge auch ich, auch Teil von mir sind,
zerstreue ich mich Tag für Tag mehr in die Welt.
Und nehme etwas von allem, von Euch, mit mir mit.
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