
Ein Blick verschlägt mir fast den Atem. Es ist, als wäre ich schon einmal hier gewesen. Die Berge, der See, Wasser und Sonne. Ich halte den Atem an. Wenn ich jetzt die Augen zukneife? Mir vorstelle, dass alle deutsch reden? Mir einbilde, dass ich nur aufs Rad springen muss, um geschwind ''nach Hause'' zu strampeln?
Ich tauche ein. Kühlende Frische - es ist wie heimkommen. Ich reisse die Augen unter Wasser weit auf. Da ist es wieder. Das Bild von einem grossen Becken, blau und grün, und ich gleite darin. Ein Atemzug, ein Armzug, noch ein Armzug, der Boden unter mir schwebt vorbei. Ich tauche tiefer, bin Fisch im Wasserglas. Alles ist so klar. Die Sonne funkelt da oben, fern, nicht heiss. Meine Haut zieht sich zusammen und alles prickelt, prickelt, prickelt.
Am Morgen. Wir steigen in das Dorf hinauf, auf der Suche nach Brot und Kaffee. Und da überfällt sie mich, die Fernweh. Oder ist es Heimweh? Jedenfalls, ich sehne mich danach, in eine boulangerie zu laufen, von der Strasse aus, mit den alten Häusern, von dem ein jedes seine Geschichte zum Bewohner hat. Und ich will mir eine baguette kaufen und an der nächsten roten Ampel schon hineinbeissen... hach. Europaaa..., ich vermisse dich und deine Seen

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