Die erste Etappe absolviere ich fahrradfahrend. Dann folgt das Extrembergsteigen auf den Gipfel von J6 (der Gipfel der Weisen). Ich kann Korbstemmen, bis die Arme lahm werden. Das Gewicht variiere ich mit der Zahl der Bücher und der Ordner. Allein die drei Liter Flüssigkeit haben es schon in sich, wenn ich ein oder gleich zwei Körbe auf den Gipfel befördere.
Mit Datensatzjongliererei trainiere ich mein Konzentrationsvermögen und meine Ausdauer. Durch Beratung und Austausch mit gleichgesinnten Magisterarbeitsopfern stimuliere ich meinen Teamgeist und den Wunsch, ans Ziel zu kommen...
Es gibt für mich keinen grösseren Adrenalinschub als "Run current file" und dann: Wird er laufen? Wird er laufen? Oder hängt er sich wiiieder auf? Die marathonische Suche nach der Fehlermeldung und -behebung ähnelt einem Orientierungslauf im freien Feld mit Zehnkampf-Option und fordert mein Durchhaltevermögen enorm.
Meine besttrainiertesten Muskeln sind mittlerweile die der Augen, sechs Finger und die zum abwechselnden Beine-Übereinander-Schlagen. Stöhnen tu ich eigentlich auch recht überzeugend. Bei all dem beweise ich Disziplin.
Was mir bei meinem Trainingsprogramm noch fehlt? Dopingkontrollen verbitte ich mir. Aber ein abendlicher Masseur wäre eine tolle Sache. Irgendwelche Interessenten?
December 9, 2007
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